21. Oktober 2026

Ist die Immobilie solide finanzierbar?

Das eigene Budget kritisch zu hinterfragen, sollte bei der Planung eines Immobilienkaufs die höchste Priorität haben! Nur wer wirklichkeitsgetreu rechnet, wird seine Wohnung oder sein Haus …

Ist die Immobilie solide finanzierbar?

Wie viel Immobilie kann ich mir leisten? Das Budget richtig berechnen

Das eigene Budget kritisch zu hinterfragen, sollte bei der Planung eines Immobilienkaufs die höchste Priorität haben! Nur wer wirklichkeitsgetreu rechnet, wird seine Wohnung oder sein Haus später entspannt genießen und beruhigt schlafen können.

In zehn oder zwanzig Jahren kann viel passieren. Am Anfang steht daher immer der Kassensturz: Wie viel darf, kann und soll ich für eine Immobilie ausgeben? Welche monatliche Belastung ist finanziell solide tragbar?

Diese sechs bewährten Finanzierungs-Faustregeln helfen Ihnen dabei, Ihren finanziellen Rahmen exakt abzustecken:

1. Die monatliche Belastung: Das Nettoeinkommen als Basis

Seien Sie ehrlich zu sich selbst. Weder ein erhoffter Geldsegen noch eine ungeplante Gehaltserhöhung gehören in eine seriöse Kalkulation. Rechnen Sie nur mit dem, was Sie sicher haben.

Als Faustregel gilt: Geben Sie ein Drittel, maximal jedoch 40 Prozent Ihres monatlichen Haushaltsnettoeinkommens für das Wohnen (Kreditrate plus laufende Nebenkosten) aus. Wer mehr als die Hälfte seines Budgets für die Immobilie aufwendet, lebt ohne finanzielle Reserven für Urlaub, Reparaturen oder unvorhergesehene Lebenslagen.

2. Das Eigenkapital: Das Fundament für gute Bankkonditionen

Mindestens 20 Prozent des Kaufpreises sollten Sie als echtes Eigenkapital in die Immobilienfinanzierung einbringen. Ob angespartes Guthaben, ein zuteilungsreifer Bausparvertrag, eine Lebensversicherung oder familiäre Zuschüsse – je mehr Eigenkapital Sie vorweisen, desto bessere Zinssätze erhalten Sie von den Banken und desto geringer ist Ihr Finanzierungsrisiko.

3. Die Kaufnebenkosten: Den finanziellen Puffer nicht unterschätzen

Vergessen Sie beim Immobilienkauf niemals die einmaligen Nebenkosten. Für Grunderwerbsteuer, Notargebühren, Grundbucheintrag und die Maklerprovision fallen schnell bis zu 15 Prozent zusätzliche Kosten zum reinen Kaufpreis an. Diese Kaufnebenkosten müssen zwingend aus dem Eigenkapital bezahlt werden, da Banken sie in der Regel nicht mitfinanzieren. Planen Sie zudem ausreichend Rücklagen für den Umzug oder eventuelle Renovierungen ein.

4. Die laufenden Betriebskosten: Unterhalt richtig einkalkulieren

Neben der Kreditrate an die Bank fallen monatliche Bewirtschaftungskosten für Heizung, Wasser, Strom, Grundsteuer, Müllabfuhr und Versicherungen an. Kalkulieren Sie für diese laufenden Nebenkosten pauschal rund 2,50 Euro bis 3,50 Euro je Quadratmeter Wohnfläche und Monat ein, um auch für künftige Energiepreisschwankungen eine sichere Reserve zu haben.

5. Das Tilgungsziel: Schuldenfrei bis zum Rentenbeginn

Planen Sie Ihre Baufinanzierung im Idealfall so, dass das Darlehen mit dem Eintritt in den Ruhestand vollständig zurückgezahlt ist. Wer im Rentenalter mietfrei im Wohneigentum lebt und nur noch die laufenden Betriebskosten tragen muss, sichert sich die beste und krisensicherste Altersvorsorge, die es gibt.

6. Die Zinsbindung: Langfristige Planungssicherheit sichern

Auch in Phasen veränderter Marktzinsen gilt: Schließen Sie Darlehensverträge mit einer möglichst langen Zinsbindung ab – idealerweise über 15, 20 oder mehr Jahre. Schaut man sich die Zinsentwicklung der letzten Jahrzehnte an, bietet eine lange Zinsbindung den perfekten Schutz vor künftigen Zinserhöhungen und gibt Ihnen maximale Planungssicherheit für Ihre monatlichen Raten.

Fazit zur Immobilienplanung

Das schönste Eigenheim verliert seinen Wert, wenn es zur finanziellen Last wird. Wenn der Plan nur aufgeht, solange beide Partner ohne Unterbrechung in Vollzeit arbeiten, keinerlei ungeplante Ausgaben dazwischenkommen oder die Zinsbindung riskant kurz gewählt ist, sollten Sie das Vorhaben noch einmal gründlich überdenken. Oft ist die Suche nach einem etwas kompakteren Objekt oder einer anderen Lage die deutlich solidere Lösung.

Als erfahrener Immobilienmakler in Berlin sorge ich im Vorfeld dafür, dass Verkäufer nur Kaufinteressenten mit einer geprüften, soliden Finanzierungsbestätigung erhalten. Das schützt beide Seiten vor dem Platzen des Notarvertrags.

Möchten Sie wissen, welcher Kaufpreis für Ihr Budget realistisch ist, oder planen Sie als Eigentümer den Verkauf und möchten die Bonität potenzieller Käufer professionell prüfen lassen? Nutzen Sie meine Marktkenntnis für ein unverbindliches Beratungsgespräch!

Michael Winterstetter, Immobilienmakler in Berlin Treptow-Köpenick

Ihr Ansprechpartner

Michael Winterstetter

Freier Immobilienmakler in Berlin Treptow-Köpenick. Sie haben Fragen zu Ihrer Immobilie oder zu diesem Thema? Ich nehme mir gern Zeit für Sie – persönlich und unverbindlich.